Verleihung des Arnold-Freymuth-Preises 2026
Der Arnold-Freymuth-Preis wird in diesem Jahr an die ehemalige Oberstaatsanwältin Frau Anne Brorhilker verliehen.
Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft würdigt hiermit die herausragenden Verdienste von Frau Brorhilker um die Aufarbeitung und strafrechtliche Verfolgung von Steuerhinterziehung („Cum-/Ex“) bisher unbekannten Ausmaßes zum Nachteil der Allgemeinheit.
Die Preisträgerin hat maßgeblich – und gegen erheblichen Widerstand finanzkräftiger Individuen und Unternehmen – als Staats- und später Oberstaatsanwältin dazu beigetragen, das unvorstellbare Ausmaß krimineller Energie einer breiteren Öffentlichkeit bewusst zu machen. Die Erkenntnisse aus ihrer Arbeit mahnen den Rechtsstaat, einer Justiz entgegenzuwirken, deren Kapazität lediglich zur Verfolgung von Beschuldigten genügt, die nicht über Einfluss und Geld verfügen.
Mit der Ehrung von Frau Brorhilker verbunden ist Dank an alle ihre ehemaligen Kolleginnen und Kollegen aus der Justiz, die sich der Verfolgung von Wirtschafts- und Steuerkriminalität widmen sowie von ehrenamtlich und politisch Aktiven, die das öffentliche Bewusstsein diesbezüglich wecken und wachhalten.
Der Arnold-Freymuth-Preis 2026 an Frau Anne Brorhilker wird am
Sonntag, den 11.10.2026
um 11:00 Uhr
im Rahmen eines Festaktes im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm verliehen.
Die Laudatio auf die Preisträgerin wird Herr Prof. Dr. Simon Kempny, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Steuerrecht an der Universität Bielefeld, halten, die Festrede Herr Rechtsanwalt Prof. Dr. Eckart Seith – selbst Preisträger des Jahres 2022.
Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind zu der Preisverleihung herzlich eingeladen.
Prof. Franz Josef Düwell
Präsident der Arnold-Freymuth-Gesellschaft
Nachruf auf Sabine Zech
Ein Nachruf von Professor Franz Josef Düwell
Erinnerung an Rita Süssmuth.
Bericht im Westfälischen Anzeiger (WA) vom 9.3.2026
Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft gedachte am 8.3.2026 im Kleist-Forum Hamm der Politikerin und Pädagogik-Professorin Rita Süssmuth.
Es berichteten von persönlichen Begegnungen u.a. Regina van Dinther, Landtagspräsidentin aD, und Imamin Seyran Ateş. Der Oberbürgermeister der „familienfreundlichsten“ Stadt Hamm Marc Herter würdigte die Verdienste der Verstorbenen für die Familienpolitik, die von Schröder zu Unrecht als „Gedöns“ abgetan wurde. Der Präsident der Arnold-Freymuth-Gesellschaft Professor Franz Josef Düwell zeigte den langen Weg der Umsetzung des 1949 dank Elisabeth Selbert ins Grundgesetz aufgenommen Gleichstellungsgebots auf. Der Fortschritt ist eine Schnecke. Erinnerung reicht nicht. Beschleunigung tut not!
Gedenkveranstaltung für Rita Süssmuth am 8.3.2026 – ihr Vermächtnis für Gleichstellung und gesellschaftlichen Zusammenhalt –
Die Volkshochschule Hamm veranstaltet in Kooperation mit der AG Hammer Frauenverbände und unserer Arnold-Freymuth-Gesellschaft am Internationalen Frauentag eine Gedenkveranstaltung für die am 01.02.2026 verstorbene ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit und ehemalige Präsidentin des Deutschen Bundestags Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth.
Gedenken an Rita Süssmuth. Frauenverbände wollen Straße nach früherer Bundestagspräsidentin benennen.
Bericht im Westfälischen Anzeiger (WA) vom 6.3.2026
Gerhart Baum am 15. Februar 2025 verstorben
Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft gedenkt ihres Preisträgers und engagierten Mitglieds. Der Tod Gerhart Rudolf Baums reißt eine große Lücke in die liberale Rechtspolitik. Er wird uns fehlen. Wir sind dankbar für seinen großartigen lebenslangen Einsatz für unseren freiheitlichen und sozialen Rechtsstaat. Unser Mitgefühl gilt seiner Witwe und den Angehörigen.
Professor Franz Josef Düwell
Einladung zur Einweihung der Erweiterungsgebäude der Arnold-Freymuth-Gesamtschule
Verfahren gegen Eckart Seith eingestellt
Das Verfahren gegen den Stuttgarter Rechtsanwalt Eckart Seith wegen Wirtschaftsspionage und Verletzung des Bankgeheimnisses ist am 12.12.2024 vom Zürcher Obergericht eingestellt worden.
Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft gratuliert ihrem Preisträger von 2022.
> Link
Nachruf auf Dr. Wilhelm Ribhegge
> PDF (Nachruf von Franz Josef Düwell)
> PDF (Nachruf im Westfälischen Anzeiger vom 11.1.2025)
So können wir bedrohte Journalisten unterstützen – auch in Deutschland
Die ehemalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und der türkische Rechtsanwalt Veysel Ok befassen sich in einem Gastkommentar in der Welt mit der Frage, wie die Demokratie geschützt werden kann. Dabei komme es auf jeden Einzelnen an: Jeder Einzelne müsse den „Mund aufmachen“ und denen, „die unsere demokratischen Werte jeden Tag leben“, zeigen, dass sie damit nicht allein sind. Gleichzeitig müssten die Strafverfolgungsbehörden finanziell und personell so ausgestattet werden, dass sie gegen Hass und Hetze im Netz wirkungsvoll vorgehen können.
© WELT, veröffentlicht am 3. September 2024
Verleihung des Arnold-Freymuth-Preises 2024
Liebe Mitglieder der Arnold Freymuth-Gesellschaft,
sehr geehrte Damen und Herren,
Wir freuen uns auf die diesjährige Verleihung des Arnold-Freymuth-Preises und bitten höflich darum, sich den Termin vorzumerken. Sie findet statt am
Sonntag, den 06.10.2024,
ab 11:00 Uhr
im Heinrich-von-Kleist-Forum
(Platz der Deutschen Einheit 1, 59065 Hamm)
Mit dem Arnold Freymuth-Preis ausgezeichnet wird in diesem Jahr die Journalistin Frau Annette Ramelsberger in Würdigung ihrer herausgehobenen Verdienste für kritischen, unabhängigen und kompetenten Journalismus.
Frau Ramelsberger ist seit dem Jahr 2012 als Gerichtsreporterin für die Süddeutsche Zeitung („SZ“) tätig und berichtete u.a. über den NSU-Prozess, über den sie gemeinsam mit einer Kollegin und Kollegen eine fünfbändige Mitschrift veröffentlichte („Der NSU-Prozess. Das Protokoll.“). Hierdurch wird der größte Strafprozess seit der Wiedervereinigung für die Öffentlichkeit und Historiker nachvollziehbar, das Ringen um prozessuale Wahrheitsfindung um die Verbrechen des sog. NSU transparent. Die diesjährige Preisträgerin hat sich u.a. deshalb um unseren demokratischen Rechtsstaat verdient gemacht.
Frau Ramelsberger ist Ressortleiterin und Expertin bei der SZ für die Themen Innere Sicherheit und Extremismus. Sie berichtete bereits über den Prozess gegen den norwegischen Rechtsextremisten und Massenmörder Anders Breivik und war vor ihrer Tätigkeit bei der SZ u.a. für den „SPIEGEL“ tätig. Frau Ramelsberger ist Trägerin des Theodor-Wolff-Preises und des Nannen-Sonderpreises für außergewöhnliche journalistische Leistung.
Die Laudatio auf Frau Ramelsberger wird Frau Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz halten, die Festrede der ehemalige Bundesminister des Innern und Träger des Arnold-Freymuth-Preises Gerhart Baum.
Wir freuen uns auf einen Tag ganz im Zeichen des Engagements für unseren sozialen und demokratischen Rechtsstaat. Eine Einladung folgt.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Franz Josef Düwell
Präsident
Gefahr von Rechts? Justiz, Zivilcourage und die Gefährdung der Demokratie
Verleihung des Arnold-Freymuth-Forschungspreises 2024 an Maximilian Steinbeis und Joachim Wagner mit anschließender Podiumsdiskussion mit den Preisträgern und Thüringens Innenminister Georg Maier. Dieser Preis für Forschungen zur Rolle von Justiz und Medien bei der Sicherung des demokratischen Rechtsstaats wird 2024 von der Arnold-Freymuth-Gesellschaft zum zweiten Mal verliehen.
Am 29. Mai 2024 um 18 Uhr im Haus der Weimarer Republik im Forum für Demokratie, Weimar. Der Zugang erfolgt über die Zeughofgasse und ist ab 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenfrei.
Voranmeldungen sind an veranstaltungen@hdwr.de erbeten.
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Rechtsgeschichte: Ein Rennen gegen die Zeit und die Verjährung von NS-Unrecht
Der Tagesspiegel-Artikel vom 19. April 2024 berichtet über das Wirken des Arnold-Freymuth-Preisträgers Reinhard Strecker von 2016. Vor 65 Jahren wurde auf Initiative des Studenten der Freien Universität Reinhard Strecker die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Justizverbrechen zum öffentlichen Thema gemacht.
