Die Preisträger

2016
Reinhard Strecker

2014
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

2012
Gerhart R. Baum
Bernd Wagner

2010
Prof. Dr. Dres. h.c.
Spiros Simitis

2008
Seyran Ates

2006
Dr. Heribert Prantl

2004
Dr. Hildegard Hamm-Brücher
Dr. Heinrich Hannover

2002
Margot von Renesse

2000
Barbara Just-Dahlmann
Dr. jur. Theo Rasehorn

1998
Dr. Burkhard Hirsch

1996
Otto Gritschneder
Wolfgang Ullmann

1994
Diether Posser

Aktuelles

Preisverleihung 2018

Die Preisverleihung findet am

Sonntag, den 2. Dezember 2018, um 11:00 Uhr

im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm statt.

Arnold-Freymuth-Preis an Hans-Christian Ströbele

Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft verleiht dem Rechtsanwalt und langjährigen Bundestagsabgeordneten Hans-Christian Ströbele den Arnold-Freymuth-Preis des Jahres 2018. Eine mit prominenten Vertretern aus Rechtswissenschaft und Politik besetzte Jury würdigt mit der Preisverleihung die Verdienste Ströbeles um den demokratischen und sozialen Rechtsstaat.

Der 1939 in Halle an der Saale geborene Hans-Christian Ströbele studierte Rechts- und Politikwissenschaft in Heidelberg und Berlin, ist seit Ende der sechziger Jahre als Rechtsanwalt tätig und verteidigte zahlreiche Aktivisten der 68’er-Bewegung, später auch Mitglieder der RAF. 1978 zählte er zu den Gründern der Berliner Alternativen Liste, dem späteren Landesverband von Bündnis 90/Die Grünen, und saß von 1985 bis 1987 sowie von 1998 bis 2017 im Deutschen Bundestag. Seit 2002 war er Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums zur Kontrolle der Nachrichtendienste.

Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft würdigt Ströbele mit der Preisverleihung für seinen entschiedenen Kampf gegen den Rechtsextremismus und sein streitbares Eintreten für Bürgerrechte, etwa sein Engagement gegen Vorratsdatenspeicherung und den „Großen Lauschangriff“ sowie seine Rolle bei der von Edward Snowden angestoßenen Aufklärung der Spionageaktivitäten des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland.

„Unsere Demokratie lebt von kritischen Geistern, die – häufig aus einer Minderheitenposition argumentierend – stete Gelegenheit zur Reibung und Reflektion eigener Gewissheiten bieten. Hans-Christian Ströbele hat sich als Bundestagsabgeordneter um das demokratische und rechtsstaatliche Gemeinwesen verdient gemacht; auch und gerade, wenn man einige seiner Auffassungen politisch nicht teilen mag“, so der Präsident der Arnold-Freymuth-Gesellschaft, Franz Josef Düwell.

Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft pflegt das Andenken des 1933 aus Deutschland vertriebenen jüdischen Senatspräsidenten am Kammergericht, sozialdemokratischen Abgeordneten und preußischen Justizstaatssekretärs durch ihr unbedingtes Eintreten für den aufgeklärten demokratischen Rechtsstaat und Beiträge zur juristischen Zeitgeschichte. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. die vier liberalen „Urgesteine“ Staatsministerin a.D. Dr. Hildegard Hamm-Brücher,  Vizepräsident des Bundestags a.D. Dr. Burkhard Hirsch, Bundesinnenminister a.D. Gerhart Rudolf Baum und Ministerin der Justiz a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die sich um die Bürgerrechte verdient gemacht haben. Weitere Preisträger waren: der Verteidiger politisch Verfolgter im Kalten Krieg und spätere Landesjustizminister Dr. Diether Posser, die  Vorsitzende der Enquête-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin Dr. h.c. Margot von Renesse, die Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivistin Seyran Ates, der Journalist Prof. Dr. Heribert Prantl. Zuletzt ist 2016 dem Publizisten Reinhard Strecker der Preis verliehen worden, weil er trotz vieler Anfeindungen in den 50er Jahren mit einer von ihm organisierten Wanderausstellung dazu beigetragen hat, dass die Verstrickung der Justiz mit dem nationalsozialistischen Unrechtsstaat öffentlich wurde.

         

 

Das Recht der „Rechten“?
Ein Veranstaltungsbericht von FJ Düwell

Am 23. Februar 2018 fand im Katholischen Zentrum in Dortmund eine Veranstaltung zum Thema „Das Recht der „Rechten“?“ statt. Gemeinsame Veranstalter waren: DGB Dortmund, der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus und die Arnold-Freymuth-Gesellschaft aus Hamm. Auslöser der Veranstaltung waren die aus Sicht des Dortmunder Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus unzureichende Strafverfolgung rechtsextremer Gewalttaten durch die Justizbehörden und die fehlende Dialogbereitschaft der Gerichte. Zugrunde lagen zwei Fälle.

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Festakt aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Arnold-Freymuth-Gesellschaft und Jahresmitgliederversammlung


Samstag, 25.11.2017 ab 16.45 Uhr

Heinrich-von-Kleist-Forum / Gerd-Bucerius-Saal

Platz der Deutschen Einheit, 59065 Hamm

16.45 Uhr: Jahresmitgliederversammlung (s. gesonderte Einladung)

17.15 Uhr: Sektempfang

17.45 Uhr: Begrüßung der Gäste durch den Vorstand

Grußwort des Oberbürgermeisters Herr Thomas Hunsteger-Petermann

18.00 Uhr: Rückblick auf die Gründungszeit durch Frau Prof. Sabine Zech,

Oberbürgermeisterin a.D.

18.15 Uhr: Vortrag Herr Dr. Burkhard Hirsch Vizepräsident des Bundestags aD

„Zum Werden der Europäischen Union und ihrer Zukunft“

18.30 Uhr: Beiträge anderer Preisträger und Diskussion

19.00 Uhr: Geselliges Beisammensein bei Speisen, Getränken und Musik

21.30 Uhr: Voraussichtliches Ende

Mitwirkende: Künstler des Hammer Künstlerbundes, Chor „Machs Maul auf“ und Harald Sumik

Catering: Maxi Gastro

 

 

Preisverleihung 2016

Rede von Herr Prof. Franz-Josef Düwell
Präsident der Arnold-Freymuth-Gesellschaft

Bilder

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Nachruf

08.12.2016
Nachruf auf Dr. Hildegard Hamm-Brücher
* 11.05.1921 † 07.12.2016
Arnold-Freymuth- Preisträger im Jahr 2004
zum Nachruf

 

 

Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft e.V

Die Arnold-Freymuth-Gesellschaft ist 1992 in Hamm gegründet worden. Die Gründung war eine Reaktion darauf, daß in Mölln, Solingen und Hoyerswerda die Schatten der Vergangenheit wieder zum Vorschein kamen. Die Brandstiftungen und anderen fremdenfeindlichen Straftaten förderten die Einsicht, wie sehr Wegsehen moralisches Versagen ist und welche zerstörerischen Folgen es hervorruft.

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Arnold Freymuth - der Namensgeber der Gesellschaft

"Der Jurist ist nicht dazu da, Paragraphen zu verarbeiten, sondern er soll Helfer der Gerechtigkeit sein."

Die Gesellschaft hat sich nach dem am 28. November 1872 geborenen Arnold Freymuth benannt, der von 1911 bis 1919 als Richter am Oberlandesgericht Hamm tätig war. Diese Namensgebung soll den Blick auf einen zu Unrecht vergessenen Juristen richten, dessen Haltung und Einsatz für die Menschenrechte und für die demokratischen Werte vorbildlich war. Freymuth war einer der wenigen republikanischen Juristen der Weimarer Republik, die sich nicht scheuten, mit Zivilcourage allen Fehlentwicklungen öffentlich entgegen zu treten. Privatdozent Dr. Otmar Jung von der Freien Universität Berlin hat sein Leben und Wirken mit viel Liebe zum Detail beschrieben ("Senatspräsident Freymuth. Richter, Sozialdemokrat und Pazifist in der Weimarer Republik. Eine politische Biographie", Frankfurt/M. 1989) .

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